Leo Alzinger sen.

Vorreiter & Vorbild. Leo Alzinger begann in den frühen 80er Jahren Weine zu keltern, die ihre Herkunft in den Mittelpunkt rückten und ruhig aber präzis ihre individuellen Geschichten erzählten.

Mitte der Siebziger Jahre übernahm Leo Alzinger sen. das Weingut seiner Eltern, die damals ihre Trauben an das Dinstlgut in Loiben weiterverkauften. Mit dem Jahrgang 1983 entschloss er sich dazu, seine Trauben selbst zu vinifizieren und zu vermarkten. Er verfolgte dabei von Anfang an eine eigene Intention, eine Stilistik, die sich bis zum heutigen Tag nicht wesentlich verändert hat. Präzision, Klarheit, Geradlinigkeit, Filigranität und Lebendigkeit waren Attribute, die man schon bald mit seinen Weinen gleichsetzte.

Die notwendige Substanz dafür lieferten die mitunter besten Lagen des Wachauer Ostens und die galt es so exakt wie möglich zu interpretieren. Leo Alzinger sen. hat in der Zwischenzeit die Verantwortung für das Weingut an seinen Sohn weitergegeben, arbeitet aber noch immer fast täglich in den Weingärten und an den Steinmauern.


Leo Alzinger jun.

Weitgereist und doch tief mit der Wachau verwurzelt. Leo Alzinger kennt viele Wege, doch geht er den seines Vaters weiter.

Bevor sich Leo Alzinger jun. daran machte, das einmal begonnene Werk seines Vaters weiterzuführen, schlug er den klassischen Weg vieler österreichischer Winzerkinder ein und absolvierte die Weinbauschule in Klosterneuburg. Prägender waren allerdings die folgenden Wanderjahre, wobei vor allem die Pfälzer Zeit auf dem Weingut Müller-Catoir unter dem legendären Kellermeister Hans Günter Schwarz bleibende Bedeutung hatte. Eine Lese in Neuseeland vervollständigte die Lehrjahre.

Leo bewahrte sich auch danach stets den Blick über die Grenzen – nahm neue Stile wahr und beobachtete Tendenzen. Letztlich bestätigte es ihn aber auch darin, den eingeschlagenen Weg des Vaters weiterzugehen: das Terroir sprechen zu lassen und sich auf die Repräsentation der Lagen und Jahrgänge zu fokussieren. Und so keltert er heute Weine, die zum einen der Region ihren Spiegel vorhalten und zum anderen eine kühle, klare und präzise Stilistik in den Mittelpunkt rücken.