Landschaft

Fluss, Berge, Wälder, dazwischen Kirchen, Klöster und historische Dorfstrukturen. In der Wachau interagieren Natur und Kultur auf engstem Raum und finden ihren Ausdruck in den mit Reben bestockten Steillagen.

Auf beiden Seiten der stets präsenten Donau öffnet sich die Wachau in vielfältiger Hinsicht für die Besucher der Region. Wandermöglichkeiten und Schiffstouren, mittelalterliche Gemeinden und beeindruckende Panoramen bieten ein solides Fundament, über dem man sich sukzessive dem Wein annähern kann. Dieser hat in der Wachau eine der langjährigsten Tradition im Land.

Heute hat man als Besucher die Möglichkeit, auf einer Länge von gerade einmal 15 Kilometer Weine aus über 100 oft sehr verschiedenen Einzellagen zu probieren. Die geologischen Verhältnisse (Gneis, Schiefer, Löss, Sand, Marmor, vulkanische Gesteine) variieren dabei ähnlich stark wie die vielfachen Klimaeinflüsse, die sich durch die mäßigende Wirkung der Donau, in den warmen Luftmassen aus dem pannonischen Osten und den kühlen, alpin beeinflussten Winden aus dem Waldviertel manifestieren.

Die allgegenwärtige Rebsorte der Wachau ist der Grüne Veltliner, den es in einer beeindruckenden Bandbreite an Stilen gibt. Ihm zur Seite steht der Riesling, eine der großen weißen Rebsorten der Welt, die in der Wachau ihr ganzes Potenzial erzielen kann.


Boden & Geologie

Im Boden liegen die Fundamente für kräftige und resistente Rebstöcke, gesunde Beeren und letztlich große Weine. Was sich in der Erde abspielt, wird letztlich über der Oberfläche manifest und findet im Wein seinen finalen Ausdruck.

Auf gerade einmal 15 Kilometern bietet die Wachau ein erstaunliches Spektrum an unterschiedlichen Böden und Ausgangsgesteinen. Im Verbund mit anderen Faktoren trägt der Untergrund ganz entscheidend zum Charakter des Weins bei. Anders als Wetter und Rebstock ist der geologische Part des Weingartens stets stabil. Ein tiefes Verständnis für die Verhältnisse unter der Erde ist von entscheidender Bedeutung.

Die östliche Wachau, in der sich alle unsere Weingärten befinden, basiert vor allem auf unterschiedlichen Gneistypen. Löss, Amphibolite und Donausedimente spielen zudem wesentliche Rollen. Die Vernetzung sämtlicher Einflüsse ist dabei hochkomplex. Ziel ist es unseren Böden ein möglichst lebendiges Umfeld zu garantieren und diese Vitalität und Komplexität in unseren Weinen widerzuspiegeln.


Klima

In der Wachau prallen zwei prägende Luftmassen aufeinander. Gemeinsam mit der Donau und unzähligen Kleinklimata geben sie den Weinen Struktur und Charakter.

Große Weißweine entstehen häufig an Flüssen. Die besten Rieslinglagen Deutschlands liegen an der Mosel, der Nahe und am Rhein. In Frankreich entstehen die spannendsten Weine an der Loire und der Saône. Es wundert folglich wenig, dass auch die Donau ihren Einfluss auf die Reben der Wachau ausübt. Sie wirkt klimaregulierend, absorbiert tagsüber Wärme und gibt sie nachts zurück und bildet eine Schneise für einfallende Winde.

Unsere Weingärten befinden sich in der östlichen Wachau, dem letzten Einflussbereich pannonischen Klimas. Der Blick auf das Makroklima wird allerdings relativiert, wenn man die klimatischen Verhältnisse individueller Rieden genauer unter die Lupe nimmt. So sollte das Steinertal als östlicher Vorposten der Wachau die wärmsten Bedingungen vorfinden, doch dringen durch sich nach Norden öffnenden Täler kalte Luftmassen in die Weingärten. Der Loibenberg ist ebenfalls von Gräben durchzogen und zudem durch Wälder geschützt, die der vorherrschenden Wärme einen Kontrapunkt entgegensetzen. Kontrastierende Expositionen, kleine Kuppen und die teils beträchtlichen Höhenunterschiede beeinflussen das Wachstum der Reben und den Reifezeitpunkt der Trauben, was zu erstaunlich heterogenen Weinen führt.